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Gay Games In Köln finden die VIII. Gay Games statt. 12.000 Sportler-innen und Sportler werden erwartet.
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Gay Games

„Be Part Of It!“

Adolf Klöver ist 85 Jahre alt und amtierender Europameister seiner Altersklasse im – Turmspringen. Zurzeit trainiert der Bonner Adolf Klöver so oft er kann. Denn wenn im benachbarten Köln am 31. Juli die VIII. Gay Games eröffnet werden, möchte er als aktiver Teilnehmer im Rhein- EnergieStadion dabei sein. Gay Games – Adolf Klöver ist also schwul? Nein. Er ist verheiratet – mit einer Frau. Besser als mit dieser Geschichte lässt sich das Motto dieser Kult(ur)-Veranstaltung nicht illustrieren: „Be part of it“. Egal ob schwul, lesbisch oder hetero, jeder kann teilnehmen.

Mit diesem Konzept sind die Veranstalter seit der Premiere im Jahr 1982 in San Francisco überaus erfolgreich. Die Gay Games finden alle vier Jahre statt, vor Köln waren unter anderem Sydney und Chicago Gastgeberstätte. Tom Waddell, ein später an Aids verstorbener US-Zehnkämpfer aus dem Olympiateam von 1968, hatte die Idee. Zu den ersten Spielen kamen 1.350 Athletinnen und Athleten, in Köln werden 12.000 erwartet. Bei der Eröffnungsfeier rechnen die Organisatoren mit 34.000 Besuchern. Damit nähern sich die Gay Games olympischen Dimensionen.

Einen grundlegenden Unterschied zur klassischen Konkurrenz gibt es allerdings: keine Nationalhymnen und keine Medaillen-Spiegel. Jeder Teilnehmer tritt nicht für sein Heimatland, sondern für seine Stadt an. So kann Adolf Klöver den kölschen Seniorenschwimmkreisen mal zeigen, was eine Bonner Bombe ist. Den Kölner Organisatoren sind gleich zwei Coups gelungen, die für bundesweites Interesse sorgen werden. Bei der Suche nach einem Schirmherrn oder einer Schirmherrin schrieben sie den Bundespräsidenten an, die Bundeskanzlerin und auch den Außenminister. Köhler und Merkel lehnten ab – Guido Westerwelle sagte zu und wird bei der Eröffnungsfeier eine Rede halten. Die zweite Zusage: Matthew Mitcham, australischer Gold-Turmspringer bei der Olympiade 2008 und ein Star in seinem Heimatland, wird kommen. Er ist einer der ganz wenigen internationalen Spitzensportler, die sich offen zu ihrer Homosexualität bekennen.

Mit den 35 Sportwettbewerben ist das Angebot der Gay Games noch lange nicht erschöpft. Die ganze Stadt soll zur Bühne für die Gay Games gemacht werden: Ein Chor-Festival, ein Band-Festival und zahllose Partys samt Karnevalsfete sollen Teilnehmern und Besuchern aus dem In- und Ausland einen Eindruck davon vermitteln, was der Slogan der Stadt bedeutet: „Kölle is een Jeföhl“.

Das Interview mit dem australischen Olympiasieger im Turmspringen, Matthew Mitcham, lesen Sie im InterContinental Life Magazin, daß Sie kostenlos bestellen können.

Termine
VIII. Gay Games
31. Juli bis 7. August 2010
www.games-cologne.de

 

InterContinental Köln Tel.: +49 (0)221 28 06 0
www.koeln.intercontinental.com

 

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